Lernen klingt nicht sehr spannend, schon klar. Dabei ist das schlechte Image überhaupt nicht gerechtfertigt. Als Solopreneur oder Freelancer hast du es nämlich selbst in der Hand. Du entscheidest, wie und was du lernst. Das macht Spaß, wirklich. Ich verrate dir, wie du dein Know-how Stück für Stück erweitern kannst und warum du täglich daran arbeiten solltest.

Den Beitrag muss ich mit einem kleinen Vorwort beginnen.

Das Thema Lernen ist ja ungefähr so attraktiv wie brauner Apfelmus mit Stückchen. Im Gegensatz zum Apfelmus ist mir das Thema Lernen als Solopreneur aber verdammt wichtig.

Deshalb schreibe ich diese Zeilen, deshalb schreibe ich diese leicht reißerische Überschrift und deshalb habe ich eine Katze als Titelbild ausgewählt. Katzen gehen schließlich immer. Das lesende Kätzchen ist aber auch süß, nicht wahr?

Falls du mir bis hierher gefolgt bist, will ich schon mal festhalten: Die Strategie ist aufgegangen 😉 Oder du interessierst dich einfach für das Thema und das, was ich schreibe. Wie dem auch sei: Danke!

Lernen ist uncool!

Wenn du den Begriff „Lernen“ hörst oder liest, denkst du wahrscheinlich erst mal an Schule oder Studium. Du denkst an Bücher, an Klausuren und unterm Strich an eine langweilige, aber auch ziemlich stressige und uncoole Zeit. Ich auch.

Als Freelancer bzw. Solopreneur darf ich zum Glück eine ganz andere Erfahrung machen.

Kleiner Exkurs: Das Studium und ich

In der Schule gehörte ich nicht zu den Fleißigsten. In der Anfangszeit sind mir die Dinge zugeflogen. Später war das nicht mehr der Fall und die Noten haben sich aufgrund meiner Lernfaulheit etwas verschlechtert. Zu einem anständigen Abitur hat es trotzdem gereicht.

Dann habe ich damit begonnen, Soziologie zu studieren. Langweilig. Trocken. Nicht auszuhalten. Es folgte der Wechsel zu Politikwissenschaft. Fast genauso langweilig. Fast genauso trocken. Fast genauso wenig auszuhalten.

Weil sich meine Freelancer-Tätigkeiten während des Studiums immer besser entwickelten und ich mein eigenes Business starten wollte, habe ich mich für ein Fernstudium entschieden – lange ausgehalten habe ich es auch da nicht.

Ich konnte mich nicht motivieren. Vielmehr wollte ich an meinen eigenen Dingen basteln.

Das Projekt Studium habe ich für mich jetzt erst mal abgeschlossen – ohne Abschluss. Bisher konnte ich mit meinen praktischen Erfahrungen überzeugen. Wen das nicht überzeugt, bei dem will ich sowieso nicht arbeiten.

(Ich merke: Dazu sollte ich mal einen eigenen Beitrag machen. Demnächst.)

Der Adressat ist entscheidend

Der kleine Exkurs an dieser Stelle ist mir wichtig – nicht, weil ich damit verdeutlichen will, dass du keinen Studienabschluss brauchst (dazu folgt wie gesagt ein separater Beitrag). Er ist mir wichtig, weil du verstehen sollst, dass Lernen nicht gleich Lernen bedeutet.

Als Solopreneur arbeite ich für mich. Das ist auch ein entscheidender Vorteil gegenüber einem Freelancer, wie ich hier schon beschrieben habe. Somit lerne ich also auch für mich und für niemanden sonst.

Das Lernen, das ich meine, funktioniert nicht wie bisher. Du büffelst nicht, weil du eine Klausur bestehen musst. Du wälzt keine Bücher, weil du eine Hausarbeit schreiben musst. Du willst mit deinem Allgemeinwissen auch nicht angeben.

Du lernst für dich.

Lernen: Warum eigentlich? Und wie?

Nehmen wir an, du hast einen Schulabschluss in der Tasche. Vielleicht hast du sogar studiert. Vielleicht auch nicht. Dann steckst du jetzt im Arbeitsleben. Vielleicht baust du gerade dein eigenes Business nebenher auf. Vielleicht bist du schon länger selbstständig (Übrigens: Wusstest du, dass man sowohl selbständig als auch selbstständig schreiben kann? Ha! Man lernt nie aus.).

Warum zum Teufel solltest du jetzt mitten in deinem Berufsleben wieder mit dem Lernen beginnen? Was hast du davon?

Stillstand-ist-Rueckschritt

Drei Gründe, warum dich ständiges Lernen weiterbringt

1. Du bleibst auf dem neuesten Stand

Die Welt dreht sich weiter – auch nach deinem Schul-, Ausbildungs- oder Studienabschluss. Klingt blöd, ist aber so. Wir lernen nie aus. Ich kann es nicht oft genug betonen.

Viele von uns Freelancern oder Solopreneuren bewegen sich in einem digitalen Umfeld. Du bist Programmierer? Dann kannst du es dir nicht leisten, mal eben 10 Jahre mit dem Lernen auszusetzen. Du bist Designer? Die Trends ändern sich. Du bist Journalist? Online sieht die Sache heute anders aus als noch vor fünf Jahren im gedruckten Produkt.

Du bist Blogger? Dann informiere dich über den neuesten heißen Scheiß, lerne neue Informationsquellen kennen und kenne neue, wichtige Updates, die dein WordPress-Blog fit und gesund halten. Du bist SEO-Consultant? Okay, du weißt, was ich meine.

2. Du kannst neue Produkte oder Dienstleistungen anbieten

Ich habe im Frühsommer jemanden kennengelernt, der ist Spezialist für Joomla. Inzwischen ist das eine hübsche Nische, weil Joomla nicht mehr weit verbreitet ist. Irgendwann wird der potentielle Kundenstamm zu klein und damit unrentabel sein.

Er beschäftigt sich inzwischen zusätzlich mit Weebly und will damit eine neue Nische besetzen. Sprich: Du solltest nicht aufhören, dich inspirieren zu lassen und neue Dinge zu erlernen, damit du dein Produkt- oder Dienstleistungsportfolio stetig ausbauen kannst.

3. Lernen macht Spaß

Doch, glaub mir. Wenn du dich genau mit den Sachen auseinandersetzt, die dich weiterbringen und die mit deinem Lieblings- und Spezialthema zu tun haben, dann macht es Spaß, sich jeden Tag aufs Neue damit zu beschäftigen und sich reinzufuchsen.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Hätte mein Tag mehr als 24 Stunden, dann würde ich die Zeit damit verbringen, noch mehr zu lesen, noch mehr zu hören – noch mehr zu lernen. Ich würde mich gerne noch mehr mit Dingen beschäftigen, die ich unbedingt können will (zum Beispiel Photoshop vernünftig bedienen können).

Sieben Möglichkeiten, dir Wissen anzueignen

Alles schön und gut, aber wo bekommst du die tägliche Ration frisches Wissen her? Gut, dass wir uns hier lesen. Ich habe nämlich gerade sieben Optionen für dich zusammengetragen.

1. Blogs und Online-Magazine

Es gibt inzwischen für jede ach so kleine Nische ein Blog oder Magazin, das über dein Fachgebiet berichtet. Hier solltest du dich über aktuelle Neuigkeiten und Trends auf dem Laufenden halten. Oft bieten Blogs auch einen Newsletter an. keinStartup.de und mein Newsletter seien an dieser Stelle natürlich auch erwähnt.

2. Videos

Halte bei YouTube mal Ausschau. Es gibt einige YouTuber, die sich nicht vor der Kamera schminken, sondern unterhalten und dabei sehr inspirierend sind und Wissen vermitteln. Ich habe einige auf meiner Liste, die ich dir demnächst mal gesondert vorstellen werde.

3. Podcasts

Im Gegensatz zu Videos sind Podcasts der ideale Weg, um Wissen to go aufzusaugen. Ich weiß das zwar schon lange, bin aber zugegebenermaßen jetzt erst wieder auf den Trichter gekommen. Meine Podcast-Liste wächst täglich und ich liebe es, nebenbei cooles Zeug zu konsumieren. Auch hier: Demnächst mehr.

4. Bücher & Zeitschriften

Ja, so etwas Uriges soll es auch noch geben. Das Tolle ist aber: Fast alle Zeitschriften und Bücher gibt es auch als digitale Version für Smartphone, Tablet, Notebook oder Kindle. In Kürze findest du hier einige ausgewählte Buch-Tipps von mir, die das Business und Mindset betreffen – zum Beispiel Smart Business Concepts* oder Die Kunst, ein kreatives Leben zu führen*.

Aber auch für dein Fachgebiet, zum Beispiel Design oder PR, gibt es jede Menge Zeug. Bücher sind übrigens – egal ob gedruckt oder als E-Book – fast meine liebste aller Optionen. Ich lese so oft wie ich nur kann. Täglich.

5. Kurse & Seminare

Hier kommen wir an einen Punkt, an dem ich dir mitteilen muss: Lernen muss dir etwas wert sein. Während Blogs, Podcasts und Videos in der Regel nichts kosten, ändert sich das bei Zeitschriften und Büchern schon etwas, klar. Bei Kursen und Seminaren musst du allerdings mehr Geld in die Hand nehmen – meistens.

Es gibt wirklich tolle Onlinekurse – auch solche bekommst du demnächst von mir empfohlen – und Offline(!)-Seminare, die dir in kurzer Zeit richtig viel Wissen vermitteln. Einige Onlinekurse oder sogenannte MOOCs sind sogar kostenlos.

6. Veranstaltungen

Wenn es nicht gleich ein intensives Seminar oder ein ganzer Kurs sein soll, dann besuche doch die ein oder andere Veranstaltung. Es gibt immer wieder Kongresse oder Barcamps, die dich inspirieren und weiterbringen.

7. Gespräche

Ja, auch Gespräche mit einzelnen oder mehreren Personen begreife ich als Lernen, wenn ihr euch nicht gerade über das Kleid der letzten Promi-Hochzeit unterhaltet.

Meine Empfehlung – auch im Hinblick aufs Netzwerken – lautet: Such dir Menschen, zu denen du aufschauen kannst. Denn von ihnen kannst du etwas lernen. Und viele solcher Gespräche wirst du so schnell nicht vergessen, versprochen.

Lernen ist eine geniale Sache. Jeden Tag aufs Neue. Mach es mir nach! Hast du noch Tipps, wie man sein tägliches Lernpensum erreichen kann? Welche Quellen inspirieren dich? Ich freue mich über Feedback und Tipps, denn… man kann ja nie genug lernen 😉

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